Elke Albrecht

über die Arbeiten:

von Armin Huber und Torsten Treff (Kunsthändler der Galerie Huber & Treff, Jena)

"In den 15 Jahren Galerietätigkeit ist es immer wieder eine Freude, etwas Besonderes in der Kunstentwicklung zu finden. Dies waren im Jahr 2013 die Arbeiten von Elke Albrecht.
Wahrnehmungen, Erlebnisse, Gedanken, Wissen und Sehnsüchte übersetzt sie in Arbeiten voll kontrollierter Sinnlichkeit. Sie erzeugt diese durch einen sehr achtsamen, fast zärtlichen Umgang mit dem Material. Ihre Arbeiten sind von feinster, subtiler Stofflichkeit."

von William Floyd (art dealer, New York)

"Strong work, it demands attention, holding the viewer. Not giving one a chance to stray from the painting. Your use of color is exceptional."

von Gerd Jansen (artist, countune international art project)

"Die Malerei von Elke Albrecht sucht an der Grenze zur Zeichnung die Balance zwischen minimal eingesetzten gestalterischen Mitteln."

von Frank Nolde (Kunstwissenschaftler, Erfurt)

"Die künstlerische Arbeit von Elke Albrecht richtet sich am persönlichen Erleben und an subjektiven Eindrücken und Empfindungen aus. Sie bedient sich dabei der elementaren Quellen der bildenden Kunst als reine Malerei. Es handelt sich überwiegend um Bilder, die eher nicht als einfache Abbilder der äußeren Welt zu verstehen sind. Wenn, dann sind es eher innere Gedanken-Bilder, die über die Farben, die Formen und die Einbettung in den Bildraum subjektive neue Bildwelten entstehen lassen. Wir sollten uns als Betrachter deshalb mit offenen Sinnen auf die Bilder einlassen. Ein Aspekt, auf den die Künstlerin selbst immer wieder hinweist. Sie bricht mit der klassischen Trennung von Zeichnung und Malerei nicht nur mit dem Ineinandergreifen oder dem Nebeneinander der beiden Techniken in einem einzelnen Gemälde. Mit einer aufeinander fallenden oder sich überlappenden Formensprache treibt sie das Spiel von Form und Gegenform, von Geschlossenheit und Transparenz, von Fläche und Linie, Lasur und Struktur auf die Spitze. Das Schöne und Einmalige wird zu etwas sehr Subjektivem, das sich nicht mit den gewohnten Kategorien inhaltlicher Erklärungsmuster entschlüsseln lässt. Der beschreibbare Gegenstand der Betrachtung im Bild tritt in den Hintergrund, bleibt diffus und uneindeutig, sperrt sich vor allzu leichter Enträtselung, wobei es tatsächlich weniger um das Entschlüsseln der Bilder geht. Die radikale Vereinfachung der Bildsprache zu einer autonomen Form zwingt den Betrachter zu einem Perspektivwechsel hin auf seine eigenen Empfindungen angesichts der Werke. Er sollte sich einlassen auf die außergewöhnliche Subtilität dieser visuellen Partitur der Bilder. Die nuancenreiche Farbgebung in einer additiven oder subtraktiven Farbmischung, um ein Gleichgewicht oder ein Ungleichgewicht herzustellen und die zarte Strichführung der Bleistiftlinien und Schattierungen gegen scharfe Konturen gesetzt, erzeugen ein inneres Bild oder Empfinden von Leichtigkeit und Nähe oder von Schwere und Bedrängtheit. Beispiele dieser "innigen Verbindung von zwei Komplementärfarben, ihre Mischung, ihre gegenseitige Ergänzung und das geheimnisvolle Vibrieren der verwandten Farbtöne" beschrieb Van Gogh 1888 angesichts seiner farbsymbolischen Darstellung von Jahreszeiten und der bildlichen Schilderung der Zuneigung zweier Liebender in seinen Werken. Auch können wir uns auf Kandinsky beziehen, der in seiner Schrift "Über das Geistige in der Kunst" bemerkt, "dass die Farbe eine wenig untersuchte, aber enorme Kraft in sich birgt, die den ganzen menschlichen Körper, als psychischen Organismus, beeinflussen kann". Dazu gehört auch, dass die Künstlerin überlieferte oder in anderem Zusammenhang benutzte Formen neu verwendet und interpretiert, beispielsweise die formale Einfügung von Teilen aus dem Katalog ihrer eigenen Schnittmuster für Bekleidungskollektionen. Gestalt und Bedeutung scheinen hierbei zwar nicht mehr nach üblichem Muster übereinzustimmen, verweisen aber gelegentlich doch auf zeichenhafte, gegenständliche Aspekte im Werk Elke Albrechts."